Im Vorfeld der Berliner Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026, bei der 16- und 17-Jährige erstmals ihre Stimme abgeben dürfen, war der Politik-Leistungskurs des 11. Jahrgangs des Beethoven-Gymnasiums zu Gast bei der „Jungen Wahlarena“ des rbb. Sechs Schülerinnen und Schüler nahmen direkt im Studio an der Diskussion teil, während der gesamte Leistungskurs vor Ort die Sendung verfolgte. Für die Jugendlichen war es eine besondere Gelegenheit, Politik nicht nur im Unterricht zu analysieren, sondern demokratische Auseinandersetzung unmittelbar zu erleben und selbst mitzugestalten.
In der Sendung „Berlin wählt: Ihr fragt – Politik antwortet!“ stellten junge Berlinerinnen und Berliner Vertreterinnen und Vertretern von CDU, SPD, Linken, Grünen, AfD und BSW ihre Fragen. Dabei ging es um Themen, die junge Menschen unmittelbar betreffen: bezahlbaren Wohnraum, Bildung, gesellschaftliche Teilhabe, Diskriminierung und die Zukunft ihrer Stadt. Die Jugendlichen zeigten, dass sie politische Positionen nicht einfach hinnehmen, sondern kritisch hinterfragen, Widersprüche aufdecken und konkrete Antworten einfordern.
Besonders beeindruckend war der Mut, mit dem die Schülerinnen und Schüler den Politikerinnen und Politikern begegneten. Sie stellten auch unbequeme Fragen, hakten bei ausweichenden Antworten nach und prüften politische Vorschläge auf ihre Umsetzbarkeit. Dabei wurde deutlich, dass junge Menschen nicht nur eigene Interessen vertreten, sondern sich auch mit grundlegenden Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens auseinandersetzen. Ihre Sachkenntnis, ihre rhetorische Stärke und ihre Bereitschaft, sich öffentlich in politische Debatten einzubringen, verdienen große Anerkennung.
Genau darum geht es in der politischen Bildung am Beethoven-Gymnasium: Schülerinnen und Schüler sollen lernen, unterschiedliche Perspektiven zu verstehen, Argumente abzuwägen und sich ein eigenständiges, begründetes Urteil zu bilden. Die Teilnahme an der Wahlarena machte deutlich, dass junge Menschen nicht nur die Zukunft unserer Demokratie sind, sondern bereits heute wichtige Stimmen in der politischen Öffentlichkeit haben. Wer ihnen zuhört, erlebt, wie viel Sachkenntnis, Mut und Verantwortungsbewusstsein sie in politische Debatten einbringen können.
Die Veranstaltung reiht sich in eine Reihe weiterer Angebote zur politischen Bildung am Beethoven-Gymnasium im Vorfeld der Berliner Wahl ein. Bereits einen Tag später fand an unserer Schule eine Podiumsdiskussion mit Direktkandidatinnen und Direktkandidaten aus dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf statt. Auch die U16-Wahl an unserer Schule bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich mit Parteien, Wahlprogrammen und demokratischen Entscheidungsprozessen auseinanderzusetzen und ihre eigene politische Stimme zu erproben.
Solche Erfahrungen sind ein wichtiger Bestandteil unserer demokratischen Schulkultur. Sie verbinden Unterricht mit politischer Wirklichkeit, fördern die Urteils- und Handlungskompetenz und zeigen den Jugendlichen, dass ihre Fragen, ihre Perspektiven und ihr Engagement zählen. Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher Herausforderungen ist es ermutigend zu erleben, mit welchem Interesse und welcher Entschlossenheit junge Menschen bereit sind, unsere Demokratie auf Basis unserer Grundwerte und unseres Rechtsstaates mitzugestalten.
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